SCHWIMMTEICHBAUER – neuer Beruf?


Arbeitsgruppe im VÖS erarbeitet mit der IGB Vorschläge für die Zusatzausbildung zum „Schwimmteichbauer“

Bei der letzten Jahreshauptversammlung des VÖS, mit angeschlossener „internationaler Arbeitstagung“, wurden Richtlinien und Inhalte für eine Zusatzausbildung diskutiert, es ging auch um das „Zertifikat zum geprüften Schwimmteichbauer“. Einerseits sollen die nationalen Fachverbände ihre Veranstaltungen auch für die Mitglieder der IGB und anderer Fachverbände öffnen – andererseits soll bis etwa 2005 ein Ausbildungsprogramm erarbeitet werden, welches die verschiedenen Bereiche des Schwimmteichbaues beinhaltet – z.B.:

- Gesetzliche Grundlagen für die Errichtung von Schwimmteichen - Geologie, Paedologie, Hydrogeologie
- Botanik
- Werkstoff- und Warenkunde
- Planungs- und Bauwesen
- Angebotslegung und Rechnungswesen
- Betriebswirtschaft
- Abdichtungsverfahren
- Projekt- und Betriebsorganisation
- Limnologie
- Biologische Voraussetzungen für die Funktion
- Hygiene in Badeteichen
- Gestaltungselemente im Schwimmteichbau
- Wasserqualität und deren Entwicklung
- Pumpen- und Rohrleitungssysteme/Hydraulik
- Filter für Kleinbadeteiche
- usw.

Zu diesen und anderen Themen wurden bereits Veranstaltungen für Theorie und Praxis angeboten, die Teilnehmer erhalten eine Bestätigung, wenn sie alle erforderlichen Kurse besucht haben und die Voraussetzungen erfüllen, können sie zur Prüfung antreten. Der Prüfungskommission werden international anerkannte Fachleute angehören, die zum Teil von den Kongressen sehr bekannt sind. Bei erfolgreichem Abschluss gibt es ein Internationales Zertifikat.

Die Deutsche Gesellschaft für naturnahe Badegewässer - der Schweizerische Verband sind zur Zusammenarbeit herzlich eingeladen, gemeinsame Ausbildungsrichtlinien zu erarbeiten und für ihre Mitglieder eine Ausbildung anzubieten - wer das Internationale Zertifikat erwerben möchte, macht eine Zusatzausbildung auf internationaler Ebene. Plattform für die Erarbeitung der Richtlinien ist die IGB – diese könnte den „Lehrplan“ übernehmen und ergänzen. Die Veranstaltungen der IGB und der Fachverbände sollen großteils bereits „Bausteine“ für die Zusatzausbildung sein.

Ziele der Ausbildung:
- Die Vermittlung umfassender Kenntnisse, die den auszubildenden in die Lage versetzen, selbstständig funktionierende Schwimmteiche der verschiedenen Kategorien zu errichten.
- Den Konsumenten ein höchstes Maß an Kompetenz und Sicherheit zu bieten. Es gibt immer noch jede Menge selbsternannter „Spezialisten für Schwimmteichbau“, die alles andere als funktionierende Anlagen errichten. Es müsste im Interesse der ganzen Branche sein, wirklich gut ausgebildetes Fachpersonal zu stellen.

Es ist wünschenswert, dass für 2005 ein gemeinsamer „Veranstaltungskalender“ der nationalen Fachverbände und der IGB veröffentlicht wird, wie es auch 2004 schon der Fall war.
Interessenten sind herzlich eingeladen, bei der „Internationalen Gesellschaft für naturnahe Badegewässer“ Mitglied zu werden und erhalten dann alle Einladungen zu Veranstaltungen, Richtlinien und schriftliche Unterlagen.

Nähere Auskünfte gibt es schriftlich im Büro der IGB unter:
Email: int.kleinbadeteiche@gmx.at, Fax: 0043-7242-66692-4, Homepage : www.igb.cc

Seminare der IGB in Zusammenarbeit mit dem VÖS fanden 2004 großen Anklang
Seit ihrer Gründung beim „2. Internationalen Kongress für naturnahe Badegewässer 2003 in Salzburg“, hat die IGB zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem VÖS und anderen Fachverbänden organisiert. Wie groß das Interesse an Weiterbildung ist, zeigt die Tatsache, dass die meisten Veranstaltungen ausgebucht waren und teilweise eine Wiederholung organisiert wird, für jene die keinen Platz mehr bekamen.

Limnologie und Hygiene
Besonderer Beliebtheit erfreute sich das „Praxisseminar Kleinbadeteiche – Angewandte Limnologie und Hygiene für Schwimmteichbauer“, das in Zusammenarbeit mit der Universität Graz organisiert wurde. Die TeilnehmerInnen konnten hier profunde Kenntnisse erwerben, was die Probennahme betrifft, die Bestimmung von Algen mit dem Mikroskop, über grundlegende limnologische und biologische Zusammenhänge, hygienisch relevante Keime.
Auch über die verschiedenen Methoden der Filtertechnik gab es ein hervorragendes Referat von Prof. Dr. Mascher, der seit 15 Jahren Kleinbadeteiche in Österreich untersucht. Die 24 Teilnehmer aus 5 europäischen Ländern waren von der Organisation und den Inhalten des Seminars begeistert und erwarben durch Ihre Teilnahme ein Zertifikat.

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