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Kategorie I – Natur pur
Diese Kategorie funktioniert limnologisch wie gewisse natürliche Seen – man regt sich nicht auf, wenn hier mal ein Frosch ins Wasser springt oder ein paar Sedimente aufgewirbelt werden.
Schwimmteiche, die vor 25 Jahren gebaut wurden, funktionieren immer noch – ohne jegliche Pumpen- und Filtertechnik und ohne Wasserwechsel. In den ersten drei bis fünf Jahren entwickeln solche Anlagen ein sehr stabiles, biologisches Gleichgewicht – vorausgesetzt sie sind richtig gebaut. Kies und Steinmaterial, Pflanzen und Substrat müssen auf die Füllwasserqualität abgestimmt sein. Ein ständiges
“Säubern“ schadet dem Teich mehr als es nützt – eine gewisse Pflege braucht er aber doch.
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Regenerationsbereich
Bei diesen Anlagen macht der Regenerationsbereich mindestens die Hälfte– häufig zwei Drittel der Gesamtwasserfläche aus. Der bepflanzte Bereich ist mit Ufer- und Röhrichtpflanzen, Seerosen und Unterwasserpflanzen gut ausgestattet, es existiert eine Vielzahl von wasserreinigenden Organismen in diesem Bereich. Der Pflanzbereich sollte an den tiefsten Stellen mindestens 100 cm Tiefe haben, Flachwasser und Uferzonen sind ausreichend zu gestalten. In allen Bereichen wird spezielles Substrat eingebracht (siehe Kapitel Bepflanzung) und die Bereiche werden ausreichend bepflanzt.
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Bevor der Schwimmteich in Betrieb genommen wird, erfolgt ein Besatz mit Zooplankton und anderen Organismen, damit sich rasch ein gewisses biologisches Gleichgewicht einstellt.
Bepflanzung
Die Pflanzenvielfalt ist sehr groß – es gibt wissenschaftliche Studien, die beweisen, dass Ökosysteme umso besser funktionieren, je größer die Biodiversität ist.
- Ufer-, Sumpf- und Röhrichtpflanzen ca. 25 Arten
- Unterwasserpflanzen 5-8 Arten
- Schwimmblattpflanzen 3-5 Arten
Tiere
Die Biodiversität der Fauna ist bei diesen Anlagen ebenfalls sehr hoch – viele Arten finden hier Lebensraum. Es dauert nicht lange bis Libellen, Wasserläufer, Rückenschwimmer, Gelbrandkäfer und andere Insekten einfliegen – Amphibien wandern spätestens zur Laichzeit ein – Frösche, Kröten, Molche
Badebetrieb
Sobald der Teich gut eingewachsen ist, kann er ausgiebig zum Baden genutzt werden. Über Einstiegsbereiche, Stege mit Leitern, etc… gelangt man ins Gewässer – häufig werden Attraktionen wie Wasserrutschen, Sprungsteine eingebaut. Für Nichtschwimmer und Kleinkinder gibt es oft eigene Bereiche – da der ganze Teich mit wasserreinigenden Organismen belebt ist, gibt es keine hygienischen Probleme – es sei denn, Wasservögel lassen sich am Gewässer nieder.
Pflege
Wenn Unterwasserpflanzen stark wuchern und den Wasserspiegel erreichen, sollen sie während der Badesaison 1 x geschnitten werden – die übrigen Pflanzen werden im Herbst bzw. im Frühjahr geschnitten (siehe Kapitel Pflege).
Maximal ein bis zweimal pro Jahr werden Sedimente vom Boden des Schwimmbereiches abgekeschert/abgesaugt – Einstiegsbereiche werden nach Bedarf gereinigt.
Beim Schwimmen entfernt man dann und wann eine abgeblühte Seerose und abgestorbene Blätter – eventuell auftretende Blattläuse zerdrückt man mit der flachen Hand.
Die Pflege bei einem Schwimmteich von 150 m2 sollte keinesfalls mehr als 20 Minuten pro Woche betragen.
Wasserqualität
Jahrzehntelange Untersuchungen von Schwimmteichen zeigen, dass eine stabile hygienische Wasserqualität besteht, die nur durch Einschwemmungen von Oberflächenwasser oder Besuch von Wasservögeln beeinträchtigt wird.
Man ist beim Schwimmen und Baden ständig von Millionen kaum sichtbaren Organismen umgeben, die hygienisch relevante Keime fressen und Nährstoffe verarbeiten – ähnlich wie in einem natürlichen See.
Größe und Kosten
Ab einer Mindestgröße von 150 m2 ist diese Kategorie sehr stabil, wenn sie richtig angelegt wurde. Es gibt auch Schwimmteiche, die wesentlich kleiner sind und trotzdem über Jahrzehnte ein stabiles biologisches Gleichgewicht haben – dies hängt unter anderem von der Wassertiefe, Füllwasserqualität und von der Gestaltung und vor allem vom Umfeld ab.
Die Kosten hängen davon ab, wie der Schwimmteich liegt – ob die Zufahrt einfach oder schwierig ist, wie gut der Untergrund bearbeitet werden kann und welche Leistungen der Besitzer selbst erbringt. Je größer der Teich wird – desto günstiger wird der Preis pro m2 - man kann in etwa zwischen € 90,-- bis € 150,-- rechnen.
Kategorie II – Naturschwimmteich mit minimaler Technik
In manche Schwimmteiche wurden Ende der 80erJahre bereits Pumpen eingebaut die kleine Bachläufe, Quellsteine und Wasserfälle betrieben. Etwa 10-20 % der Gesamtwassermenge wurde umgewälzt – heute werden vor allem 24 V-Pumpen verwendet, auch solche die durch Solarstrom betrieben werden. Die leichte Umwälzung unterstützt die biologischen Abläufe: Sauerstoff und Nährsalze werden im Schwimmteich verteilt und dem Biofilm und den Pflanzen zugeführt. Zudem kann ein kleiner Skimmer betrieben werden, welcher Laub, Blütenblätter, Staub, Algen etc. entfernt.
Technik
Die Pumpen mit 24 V sind zumeist stromsparend – z.B. eine Pumpe mit 75 Watt wälzt pro Stunde bis zu 7000 Liter um – es genügt also, wenn sie täglich 2-3 Stunden läuft. Solarbetriebene Pumpen laufen an Sonnentagen länger, da genügt je nach Standort und Lage auch eine Pumpe mit geringerer Leistung. Solarpaneele werden in Richtung Süden ausgerichtet, mit einer optimalen Neigung nach Anleitung des Herstellers. Für große Teiche gibt es Pumpen mit 150 Watt und mehr – diese liefern bis zu 12 000 Liter pro Stunde. Die Durchströmung der Anlage sollte der Länge nach passieren – auch die Windrichtung ist zu beachten, wenn man mit Schwimmskimmern etc. arbeitet.
Regenerations-Schwimmbereich
Das Verhältnis sollte 50:50 sein, Einstiege, Stege etc. zählen zum Schwimmbereich. Der Regenerationsbereich wird wie bei Kat. I gestaltet – auf Basis der natürlichen Wasserreinigung mit technischer Unterstützung. Der Schwimmbereich sollte etwa 250 cm tief sein, damit Mulm beim Baden nicht ständig aufgewirbelt wird. Für die Abgrenzung zwischen Schwimm- und Regenerationsbereich werden häufig Materialien bevorzugt, die eine „naturnahe“ Gestaltung zulassen: Holz, Teichsäcke, Steine
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Pflanzen und Tiere
Die Pflanzzone ist meist etwas kleiner wie bei Kat. I – sie soll dafür dichter bepflanzt werden –vor allem die Unterwasserpflanzen spielen eine wichtige Rolle. Die verschiedenen Zonen sind der Natur nachempfunden und werden dementsprechend bepflanzt – eine dichte Ufervegetation hat den Vorteil, dass sie Laub und andere Einträge teilweise abhält, Laub ,Samen etc. werden dort von Bakterien mineralisiert und dienen den Pflanzen als Nahrung.
Auch Tiere fühlen sich hier wohl – quaken manche Frösche allzu laut, kann man sie behutsam in andere Gewässer umsiedeln - diese sollten mindestens 5km entfernt sein, sonst wandern die Tiere zurück.
Badebetrieb und Pflege
Die Wassertiefe hat eine große Bedeutung für die ökologische Stabilität des Schwimmteiches – allerdings sollte er nicht allzu tief sein, da man dann nur noch schwer Sedimente absaugen kann. Als optimale Tiefe haben sich 240-280 cm herausgestellt. Baden kann man bereits einige Wochen nach der Befüllung – allerdings sollte man noch keine Wellen schlagen, damit die Pflanzen im Uferbereich nicht ausgespült werden. Ältere Anlagen entwickeln eine hohe ökologische Stabilität, selbst Fichtenblüte, extreme Temperaturen bis 30 ° und andere Ereignisse bringen einen gut bepflanzten Schwimmteich nicht aus dem Gleichgewicht. Ansonsten wird der Teich wie Kat. I gepflegt und gewartet – fährt man auf Urlaub, schaltet man die Pumpe besser ab, wenn sie einen Skimmer betreibt, sie könnte Schaden nehmen, wenn der Skimmer verstopft ist – der Teich funktioniert ja auch ohne Pumpe einwandfrei.
Mindestgröße und Kosten
Eine Gesamtwasseroberfläche von 80 m² ist gut – die Tiefe des Schwimmbereiches sollte 240 – 280 cm betragen. Die Gesamtwasserkubatur spielt eine wichtige Rolle – Nährstoffe können gepuffert werden und es sind in den verschiedenen Lebensbereichen genügend Organismen vorhanden, die das Wasser reinigen. Die Kosten liegen etwa wie bei Kategorie I – plus Kosten der Technik - € 120,-- bis € 180,--.
Kategorie III – Naturschwimmteich mit mittlerer Technik
Diese Kategorie wird am häufigsten gewählt (mehr als 75 % aller Schwimmteichbesitzer),da sie viele Vorteile hat. Sie funktioniert wie Kat. I und II auf Basis wasserreinigender Organismen – die Technik unterstützt natürliche Abläufe und erspart dem Teichbesitzer Arbeit. Durch Schwimmskimmer, Überlaufrinnen oder Einbauskimmer wird die Wasseroberfläche ständig mechanisch gereinigt und man braucht nicht mit dem Kescher Laub, Blütenblätter, Algen etc. abzufischen – das macht die Oberflächenströmung.
Pumpen- und Skimmertechnik
In einem Schacht außerhalb des Teiches (1-2 m vom Teichrand entfernt) wird eine selbstansaugende Pumpe eingebaut, die in der Lage sein sollte, die Gesamtwassermenge theoretisch in 24 Stunden einmal umzuwälzen. Tatsächlich wird nur das Wasser an der Oberfläche umgewälzt – um eine Strömung Richtung Skimmer/Überlaufrinne zu erzeugen, durch die Biomasse abgeskimmt wird. Es kommt in der Folge kaum zu einem Absinken von Blättern, Samen, Staub etc. und man hat auch mit dem Absaugen des Schwimmbereiches weniger Arbeit, da weniger Sedimente gebildet werden. Durch die hauptsächliche Strömung an der Oberfläche wird das Zooplankton verschont, welches sich in tieferen Schichten aufhält und das gesamte Wasservolumen eines Schwimmteiches in 3-7 Tagen durchfiltrieren kann. Dabei werden Schwebstoffe, Algen und Bakterien etc. eliminiert – die kostenlosen Helfer sorgen für eine einwandfreie Wasserqualität. Gelangen sie öfter durch das Laufrad einer Pumpe, sterben sie ab – dann muss das Wasser auf andere Weise filtriert und gereinigt werden – siehe die nächste Kategorie. Es genügt wenn die Pumpe täglich 3-6 Stunden läuft – am besten je 30 Min. gleichmäßig auf 24 Stunden verteilt.
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Regenerationsbereich
Das Verhältnis von Schwimmbereich zu Pflanzzone ist meist 1:1, es kann aber auch 3:2 sein, wenn die Anlage optimal bepflanzt und nicht „übertechnisiert“ ist. Die Hydraulik im Regenerationsbereich soll minimal sein – gerade mal so, dass Pflanzen und Biofilm leicht durchströmt werden - das passiert automatisch als Nebeneffekt, wenn eine gute Oberflächenströmung herrscht – es gibt ja auch noch die natürliche Hydraulik. Der Regenerationsbereich wird wie bei Kat. I und II gestaltet, Pflanzen, Substrat, Kies und Steine müssen auf die Füllwasserqualität abgestimmt sein. |
Da das Wasser weniger Nährstoffe haben wird, sind Pflanzen einzuplanen, die diesbezüglich weniger Ansprüche haben, bzw. sind sie zusätzlich mit geeignetem Dünger im Substrat zu versorgen.
Badebetrieb und Pflege
In einem Schwimmteich von 150 m² (etwa 150 m³ Wasservolumen) können durchaus bis zu 20 Personen an einem Tag baden. Allerdings sollten sie vorher duschen, damit der Eintrag von Keimen und Nährsalzen minimiert wird. Die Badenden schwimmen allerdings inmitten zehntausender Organismen, welche pathogene Keime fressen: Daphnien, Cyclops, Ciliata… Auch Wasserrutschen, Sprungsteine etc. können genützt werden – ein gut eingewachsener Schwimmteich dieser Art ist ökologisch sehr stabil und kann kaum aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Es genügt, wenn jährlich ein- bis zweimal Sedimente abgesaugt und die Pflanzen jährlich geschnitten werden. Unterwasserpflanzen im Sommer – die anderen Pflanzen im Herbst und im Frühjahr – Röhrichtpflanzen lässt man wie bei anderen Kategorien im Winter stehen, damit ein Luft-Gasaustasch durch eine eventuelle Eisdecke hindurch erfolgen kann.
Mindestgröße und Kosten
Eine Gesamtwasseroberfläche von 80 m2 ist sinnvoll – die Kosten liegen bei einer Anlage von 150 m2 je nach Größe, Lage, Bauweise bei etwa € 120,-- bis € 240,--inkl. Technik.
Kategorie IV – Schwimmteich mit viel Technik
Die Pumpentechnik bei dieser Kategorie ist in der Lage, das Gesamtwasservolumen täglich 1-2 mal umzuwälzen. – ein Schwimmteich dieser Kategorie hat bereits bestimmte Merkmale eines Fließgewässers, was die Limnologie betrifft. Pflanzen spielen zumeist keine wesentliche Rolle, es geht mehr ums Baden als um den Anblick eines blühenden Wassergartens. Daher müssen Nährstoffe wie z.B. Phosphor - welcher in erster Linie für starke Algenbildung verantwortlich ist - aus dem Wasser. Da keine Pflanzen da sind, die P eliminieren und speichern, muss das auf andere Weise geschehen - z.B. durch den Einsatz von P-bindenden Granulaten, welches regelmäßig ausgetauscht werden muss und durch Absaugen von Sedimenten und schwimmender Biomasse.
Es werden neben Skimmern und Überlaufrinnen auch noch diverse Filter betrieben, die innerhalb oder außerhalb der Anlage liegen - z.B. Klärteiche, Kiesfilter, Mikrofaserfilter etc. Blühende Seerosen etc. spielen meist keine wesentliche Rolle – es geht dem Besitzer mehr ums Baden als um den Anblick eines blühenden Wassergartens. Auch die Filtrierer spielen durch die starke Umwälzrate keine große Rolle mehr, ihre Aufgabe übernehmen zum Teil mechanische Filter.
Funktion der Technik
Die Wasserreinigung findet über diese Filter statt, die einerseits Biomasse abskimmen (Skimmer, Überlaufrinnen) – andrerseits Nährstoffe z.B. in Kiesfiltern mittels BIOFILM binden und teilweise abbauen. Diese Filter müssen ständig durchströmt und mit Sauerstoff versorgt werden, damit der Biofilm nicht abstirbt und es z.B. zu keiner Rücklösung von P kommt, das würde eine Schockdüngung mit Algenbildung bedeuten. Daher entstehen relativ hohe Betriebskosten durch den Betrieb der Pumpe (n). Sedimente die nicht mechanisch über Skimmer etc. entfernt wurden, müssen 1-2 mal pro Woche wie bei einem herkömmlichen Pool abgesaugt werden. |
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Insbesondere beim Einbau von Skimmern muss darauf geachtet werden, dass diese nicht mit zu starken Pumpen betrieben werden – es gab bereits Fälle wo Kleinkinder angesaugt wurden und fast ertrunken wären. Die Durchströmung ist so zu dimensionieren, dass im Biofilter tatsächlich eine Wasserreinigung durch Biofilm möglich ist.(siehe Kapitel Technik/Schwimmskimmer).
Schwimm- und Regenerationsbereich
Etwa 60 - 65 % sind als Schwimm- und Badebereich ausgebildet und 35-40 % als Regenerationszone. Diese wird häufig von unten durchströmt – eingebaute Kiesfilter reinigen das Wasser mittels Biofilm. In diesen Bereichen wachsen Pflanzen kaum, da sie feines Substrat brauchen und dieses würde das Wasser eintrüben. Es ist jedoch empfehlenswert, zwischen den „Kiesfiltern“ (es werden auch andere Filtermedien wie Zeolith, Lecca etc. verwendet) Bereiche mit Substrat für Pflanzen einzubauen. Diese entziehen dem Wasser zusätzlich Nährstoffe – vor allem wenn es zu einem vermehrten Eintrag von Blütenstaub etc. kommt – sie sind also so etwas wie eine „Zusatzversicherung“. Insbesondere hier müssen die Pflanzen regelmäßig geschnitten und entfernt werden. Oft wird der Regenerations-Filterbereich extern angelegt - das Wasser wird im Kreislauf gepumpt.
Badebetrieb und Pflege
Auch in diesen Anlagen kann nach Lust und Laune gebadet werden – es ist allerdings darauf zu achten, dass vor dem Baden geduscht wird, Kinder und Erwachsene die Toilette aufsuchen und nicht mehr als 1 Person pro 10 m³ Wasservolumen die Anlage nützt. Warum? In den Kategorien IV und V fehlt weitgehend das Zooplankton und andere wichtige Organismen, die Krankheitskeime fressen – erst im Kiesfilter geht es ihnen an den Kragen - das kann aber eine Weile dauern bis sie dorthin gelangen. Was das Absaugen von Sedimenten betrifft, soll die Anlage so gestaltet werden, dass dies einfach durchzuführen ist – ebene Bodenflächen von Becken können dann sogar mittels Roboter gereinigt werden.
Mindestgröße und Kosten
Grundsätzlich können bereits Anlagen mit 20 m2 betrieben werden, die Wassertiefe hat nicht die Bedeutung wie bei den Kat. I bis III, da Sedimente ohnehin ständig entfernt werden müssen. Daher beträgt die Wassertiefe oft nur 130 cm – es muss allerdings darauf geachtet werden, dass die Filter ausreichend dimensioniert werden – etwa 50 % des Volumens im Badebereich soll als Filtervolumen vorhanden sein. Da solche Schwimmteiche zumeist mit Betonbecken o. ä. gebaut werden und die technischen Einbauten aufwendig sind, sind die Kosten für die Errichtung und für den Betrieb hoch. Der m2 Preis liegt bei einer Anlage von 100 m2 bei etwa € 300,-- bis € 400,-- und die Betriebskosten jährlich bei etwa € 1.200,--.
Kategorie V – Naturpool
Seit dem Jahr 2000 wird damit experimentiert, das Wasser nur noch über technische Einrichtung „natürlich“ zu reinigen - in erster Linie über „Biofilter“, in welchem Biofilm aktiv ist – sowie über „Phosphatfallen“, in denen P gebunden wird. Zusätzlich wird Biomasse über Skimmer, Überlaufrinnen etc. abgeskimmt und aus dem Kreislauf entfernt. Das Gesamtwasservolumen wird über eine oder mehrere Pumpen mehrmals täglich umgewälzt – daher bezeichnen manche Fachleute Anlagen dieser Art bereits als „Fließgewässer“ – was die Limnologie betrifft (Mag. Wesner 07) – auf jeden Fall haben solche Schwimmteiche bereits bestimmte Merkmale von Fließgewässern.
Badebetrieb – Wartung und Pflege
Wie bei der vorhergehenden Kategorie ist bei einem Naturpool beim Baden vor allem auf die Hygiene zu achten – auch hier soll jedem Badenden ein Wasservolumen von mindestens 10 m3 zur Verfügung stehen, damit pathogene Keime genügend Volumen zur Verdünnung haben.
Skimmer, Überlaufrinnen etc. sind täglich von Biomasse zu reinigen, damit es zu keiner Mineralisierung durch Bakterien kommt. Auch Filter, Filtermedien und vor allem P-bindende Granulate müssen regelmäßig gewartet und erneuert werden. Das Entfernen von Sedimenten muss wie bei Kat. IV erfolgen.
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Mindestgröße und Kosten
Wie bei Kat. IV können sehr kleine Anlagen gebaut werden, häufig sind der seichte Badebereich und der Aufbereitungsbereich getrennt. Die Errichtungskosten liegen meist höher wie bei herkömmlichen Pools – sie hängen auch davon ab mit welchen Materialien der Naturpool gestaltet wird (Edelstahlbecken, Keramikverfliesung).
Der Preis pro m2 Oberfläche liegt bei etwa € 400,-- bis € 600,--, die jährlichen Betriebskosten bei etwa € 2.000,--.
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Die 5 Kategorien im Überblick
In anderen Publikationen finden Sie bei diesem Überblick teilweise andere Angaben und Zahlen. Das kommt daher, dass wir in den letzten Jahren bei detaillierten Untersuchungen festgestellt haben, dass häufig zu starke Pumpen eingebaut wurden und die Laufzeit zu lange war. Dies führte nicht zu klarem Wasser – sondern häufig zu Trübungen und Algenbildung, da Zooplankton abgetötet wurde und die natürlichen Reinigungsprozesse behindert wurden.
Was die Angabe von Energiekosten betrifft – diese hängen von der Effektivität, Qualität und Bauweise der Pumpe zusammen. Die Errichtungskosten können stark variieren - hier geht es vor allem um die Lage, Standort und Ausführung – auch zusätzliche Attraktionen können viel Geld kosten.
Die 5 Kategorien von Schwimmteichen
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Kategorie – Technik Kosten
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Eigenschaften –
Laufzeit der Pumpen
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Regenerationsbereich in % der Gesamtwasserfläche
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Pflege- und Wartungsaufwand
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Kategorie 1: Schwimmteich ohne Technik
Kosten: ca. € 90,-- bis € 150,--/m2
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• naturnah, große Artenvielfalt
• ökologisch sehr stabil
• Frühjahr/Herbst manchmal Trübung
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50 - 70 %
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• Pflanzenschnitt im Herbst und Frühjahr
• Absaugen Sedimente 1 x jährlich
• Energiekosten keine
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Kategorie 2: Schwimmteich mit wenig Technik:
Kleine Umwälzpumpe (Skimmer, Quellstein, Bachlauf) Umwälzung:
10-20 % des Wasservolumens pro Tag
Kosten: ca. € 120,-- bis € 180,-- /m2
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• große Artenvielfalt
• gute Verteilung von Sauerstoff und Nährstoffen zu Biofilm und Pflanzen
• ökologisch sehr stabil
Pumpenbetrieb: 150 W Pumpe ca. 4-8 Std. täglich
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50 %
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• Pflanzenschnitt im Herbst und Frühjahr.
· Absaugen Sedimenten 1-2 x jährlich
· Energiekosten jährlich ca, € 40,-- bis € 80,--
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Kategorie 3: Schwimmteich mit Oberflächenabsaugung
Skimmer, Überlaufrinne Umwälzung: 50-100 % des Wasservolumens pro Tag
Kosten: ca. € 120,-- bis € 240,--/m2
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• Artenvielfalt
• ökologisch stabil
• Arbeitsersparnis durch automatisiertes Entfernen von Biomasse – dadurch auch wenig Sedimente
Pumpenbetrieb: 300 W Pumpe ca. 4-8 Std. täglich
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45 - 50 %
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• Pflanzenschnitt im Herbst und Frühjahr
• Reinigen des Skimmers mehrmals pro Woche
• 1-2 x jährlich Sedimente absaugen
• Energiekosten jährlich ca. € 80,-- bis € 120,--
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Kategorie 4: Schwimmteich mit viel Technik
Oberflächenabsaugung/Skimmer – Überlaufrinne/ interne/externe Filter Umwälzung: theoretisch gesamtes Wasservolumen ca. 1-2 x täglich
Kosten: ca. € 300,-- bis € 400,--
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• Biomasse wird weitgehend automatisch entfernt
• Feinteile werden abgefiltert
• Wasserreinigung erfolgt vor allem durch technische Anlage
• Externe Filter(-teiche)
Pumpenbetrieb: ca. 12-24 Std. täglich
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35 - 40 %
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• Pflanzenschnitt im Herbst und Frühjahr.
• Reinigen und Warten der Filter
• Wechseln von Filtermedien
• Absaugen von Verunreinigungen im Schwimmbereich wöchentlich
• Energiekosten jährlich ca. € 300,-- bis € 800,--
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Kategorie 5: Natur-Pool
Meist Betonbecken mit Überlaufrinnen wie Pool – Interne/externe Filter Umwälzung: gesamtes Wasservolumen 2-5 x täglich
Kosten: ca. € 400,-- bis € 600,--
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• Wasserreinigung durch technische Anlagen – meist externe Filter (-teiche) und Kiesfilter
Pumpenbetrieb: Pumpe/Filter läuft 24 Std. täglich
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mindestens 33 %
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• Wechseln von Filtermedien
• Wartung der technischen Anlage
• Absaugen von Verunreinigungen im Schwimmbereich 1-2 x wöchentlich
• Energiekosten jährlich ca. € 1.000,-- bis € 2.000,--
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Die Errichtungs- und Betriebskosten beziehen sich auf Anlagen mit einer Gesamtwasserfläche von 100 m2 (!).
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Kat.
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Beschreibung
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Pflege und Wartung
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Wasserreinigung, Aufbereitung in erster Linie durch
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1
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• vorübergehende Trübung möglich
• Jahreszyklus a
• große Artenvielfalt bei Plankton, Lurchen, Insekten und Pflanzen
• reduzierende Sedimente im Regenerationsbereich
• Biofilm in allen Bereichen
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• jährlicher Pflanzenschnitt
• Absaugen von Sedimenten im Schwimmbereich 1 x jährlich
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• Helophyten 1
• Hydrophyten 1
• Zooplankton 1
• Biofilm 5
• Benthos 1
• (In-)Vertebrata 1
• Grobfilter 6
• Feinfilter 6
• Absaugen von Sediment 5
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2
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• vorübergehende Trübung möglich
• Jahreszyklus a
• große Artenvielfalt (siehe Kategorie 1)
• reduzierende Sedimente im Regenerationsbereich
• Biofilm in allen Bereichen
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• jährlicher Pflanzenschnitt
• automatisiertes Sammeln von Biomasse durch Oberflächenströmung
• Absaugen von Sedimenten im Schwimmbereich 1 bis 2 x jährlich
• Reinigung von Skimmern/ mechanischen Filtern täglich
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• Helophyten 1
• Hydrophyten 1
• Zooplankton 1
• Biofilm 4
• Benthos 1
• (In-)Vertebrata 2
• Grobfilter 4
• Feinfilter 5
• Absaugen von Sediment 4
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3
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• Jahreszyklus a
• Artenvielfalt
• Biofilm in allen Bereichen
• Verteilung von Sauerstoff/Nährstoffen durch Pumpentechnik
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• jährlicher Pflanzenschnitt
• automatisiertes Sammeln von Biomasse durch Oberflächenströmung
• Reinigung von Skimmern/ Überlaufrinnen täglich
• 1 bis 3 x jährlich Sedimente absaugen
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• Helophyten 2
• Hydrophyten 1
• Zooplankton 2
• Biofilm 3
• Benthos 3
• (In-)Vertebrata 3
• Grobfilter 3
• Feinfilter 3
• Absaugen von Sediment 3
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4
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• wenig Pflanzzonen – geringe Artenvielfalt möglich
• Biomasse wird weitgehend automatisch entfernt
• Wasserreinigung erfolt in erster Linie durch Biofilm, weniger durch Makrophyten, externe Filter bzw. - teiche
• starke P-Limitierung b
• Plankton kaum vorhanden
• überall aerobe Bereiche
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• ausgelegt auf ständige Pflege mit Wasserrückgewinnung c
• regelmäßiger Pflanzenschnitt
• Reinigen und Warten der Filter
• Wechseln von Filtermedien
• mindestens wöchentlicher Austrag von Sedimenten ohne größeren Wasseraustrag
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• Helophyten 3
• Hydrophyten 4
• Zooplankton 5
• Biofilm 2
• (In-)Vertebrata 5
• Grobfilter 6
• Feinfilter 2
• Kiesfilter 2
• Absaugen von Sediment 1
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5
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• starke Durchströmung aller Bereiche der Anlage
• Wasserreinigung durch technische Anlagen, externe Filter bzw. - teiche, Kiesfilter, Biofilm
• kein Bethos und Zooplankton im Schwimmbereich
• überall aerobe Bereiche
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• ausgelegt auf ständige Pflege mit Wasserrückgewinnung• v
• Wechseln/Regenerieren von Filtermedien
• Wartung der technischen Anlage
• Reinigen der Filter
• mindestens wöchentlicher Austrag von Sedimenten ohne Wasserverlust
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• Helophyten 3
• Hydrophyten 5
• Zooplankton 6
• Biofilm 1
• (In-)Vertebrata 6
• Grobfilter 1
• Feinfilter 1
• Kiesfilter 1
• Absaugen von Sediment 1
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a natürliche Populationsabfolge (zB Plankton, Bethos)
b oligotroph bis mesotroph
c Roboter am Grund des Schwimmbereiches
Es bedeutet:
1 sehr große Bedeutung
2 große Bedeutung
3 mittlere Bedeutung
4 geringe Bedeutung
5 sehr geringe Bedeutung
6 keine Bedeutung
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